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Startschuss für die kommende Balkonsaison – Tomatenanzucht

Der Winter dauert wie jedes Jahr einfach viel zu lange!

An Aussaat im großen Stil ist deshalb noch nicht zu denken, aber zum (Gärtner-)Glück gibt es ja doch so einige Kandidaten, die schon Mitte bis Ende Februar in die Erde dürfen. Einige Tomatensorten zählen beispielsweise dazu. Tomaten haben eine lange Kulturdauer, d.h. sie brauchen viel Licht, Wärme und Zeit um heranzuwachsen. Im Zweifel gibt das Samentütchen Auskunft über den Aussatzeitpunkt und ob eine Voranzucht in der Wohnung oder die Direktsaat auf dem Balkon bzw. ins Beet empfohlen wird.

Ich habe aus dem letzten Jahr noch einige Samen der Balkontomate “Donna” übrig, die sich gut zur Voranzucht auf der Fensterbank eignen. Und zur Anzucht aus Samen braucht man nicht viel – einen Topf, ein bisschen Anzuchterde und ein sonniges Plätzchen im Fenster oder der Balkontüre reichen aus. Ich säe immer nur einen Samen pro Topf aus, so können die Pflänzchen später mühelos in einen größeren Topf umziehen und müssen nicht erst behutsam getrennt werden. Ich empfehle zudem  die Verwendung von Anzuchterde, denn sie ist speziell auf die Bedürfnisse von Jungpflanzen abgestimmt. Zum einen ist sie nährstoffarm, das regt das Wurzelwachstum an. Zum anderen ist sie besonders fein und locker, die kleinen Wurzeln stoßen also auf keinen Widerstand.

Jetzt die Tomatenanzucht nur noch regelmäßig gießen (ich verwende dazu eine Sprühflasche mit Wasser) und dann heißt es abwarten. Nach 10 bis 14 Tagen bei einer Temperatur von 20-25 Grad kommen die ersten Keimlinge ans Tageslicht. Haben die kleinen Tomatenpflänzchen nach den Keimblättern dann die ersten beiden richtigen Blätter entwickelt, sind sie groß genug um zusammen mit dem Erdballen in einen größeren Topf gefüllt mit normaler Gartenerde umzuziehen.

Doch bis dahin dauert es leider noch ein bisschen …

2016-02-13 16.25.09

 

 

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Mischkultur auf dem Balkon

Die Balkonsaison steht unmittelbar bevor. Höchste Zeit also, sich Gedanken über die kommende Bepflanzung zu machen. Ich erstelle dazu jedes Jahr einen detaillierten Pflanzplan, den ich u.a. nach folgenden Gesichtspunkten zusammenstelle:

Dieses Jahr erweitere ich meine Planungen allerdings noch um einen weiteren Aspekt: welche Pflanzpartnerschaften haben sich bewährt? Gemeint ist damit das Prinzip der Mischkultur. Denn Pflanzen, die dicht nebeneinander in einem Beet oder Topf wachsen, beeinflussen sich gegenseitig. Gute Pflanzenpartner fördern sich gegenseitig in ihrem Wachstum, halten dem anderen Schädlinge und Krankheiten vom Leib und teilen die Nährstoffe aus der Erde gerecht untereinander auf. Ungünstige Pflanzenpartner hemmen sich dagegen in ihrem Wachstum.

Ich achte dieses Jahr besonders darauf, nur bewährte Pflanzpartner in ein Gefäß zu setzen. Mischkultur gelingt auch im Topf, da es für viele Gemüsesorten auch positive Kombinationen mit (platzsparenden) Kräutern und Blumen gibt. Auch wenn das Topfvolumen also nur für eine große Gemüsepflanze ausreicht (und Platz ist bei uns Balkongärtnern bekanntlich Mangelware) passt da sicher irgendwo noch ein kleines Pflänzchen dazwischen.

Hier einige Beispiele für positive Pflanzenkombinationen:

  • Gurken und Basilikum
  • Tomaten und Ringelblumen
  • Radieschen und Salat
  • Kartoffeln und Studentenblume
  • Bohnen und Bohnenkraut oder Kornblumen
  • Karotten und Dill
  • Erdbeeren und Knoblauch

Die meisten dieser Mischkulturen habe ich für die kommende Balkonsaison schon fest eingeplant. Ich werde über meine Erfahrungen damit berichten!

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Zeitvertreib für Gärtner im Winter III – Wintersteckzwiebeln

2016-02-06 16.11.21

 

Diese Wintersteckzwiebeln “Presto” hatte ich im Herbst zufällig beim Gartenhändler entdeckt und bin sofort neugierig geworden. Ich suchte doch noch nach einer Winterbepflanzung für meine abgeerntete Weinkiste.

Die Pflanzanleitung ist denkbar einfach: die kleinen Zwiebeln in die Erde stecken und zwar nur so tief, dass die Spitzen noch aus der Erde herausschauen. Dann ein sonniges Plätzchen suchen und die Erde feucht halten. Wintersteckzwiebeln sind – wie der Name schon sagt – ein Wintergewächs, dem auch Frost nichts anhaben kann. Auch meine Pflänzchen haben Schnee und Eis bisher gut überstanden, ich hatte sie zur Sicherheit in Kaffeesäcke verpackt. Nur bis zur Ernte werde ich mich leider noch ein bisschen gedulden müssen, es wird wohl erst im Mai soweit sein.

 

2016-02-06 16.11.26

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Schnee- und Frostschutz für Balkonkästen

Kaffeesack als Schnee- und Frostschutz

Kaffeesack als Schnee- und Frostschutz

Die ersten Flocken sind gefallen, höchste Zeit also die ausgetriebenen Spitzen der Steckzwiebeln, Tulpen und Allium warm einzupacken und sie vor Schnee und Frost zu schützen.

Der Gartenhandel bietet allerlei Jutesäcke, Kokosmatten oder Schutzvliese an, ich habe aber eine günstige Alternative dazu entdeckt: Kaffeesäcke! In einer Kaffeerösterei habe ich sie für nur 1 € das Stück gekauft. Töpfe und Kästen einpacken, Schleife drum – fertig!

Sieht gut aus, oder?

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